28. Januar 2011

TaylorMade-adidas Golf neuer Partner des schwedischen Golfverbands

Vor allem in Hinblick auf die olympischen Spiele 2016 in Brasilien haben TaylorMade-adidas Golf (TMA) und der schwedische Golfverband eine weitreichende Partnerschaft beschlossen. Damit wird das Unternehmen der offizielle Lieferant von Ausrüstung, Kleidung und Schuhen unter anderem für die schwedische Nationalmannschaft. Der Marktwert des Vertrages beträgt vier Millionen schwedische Kronen (entspricht momentan ca. 446.000 Euro) pro Jahr, die Laufzeit ist vorerst auf sechs Jahre festgeschrieben.

Trotz sinkender Mitgliederzahlen ist Schweden immer noch das golf-verrückteste Land Europas und für TMA ein großer Markt (ähnlich groß wie der deutsche Golfmarkt, wobei Deutschland 10x mehr Einwohner hat). Der Deal scheint also für beide Seiten durchaus attraktiv zu sein, erschließt er für den Verband doch eine lukrative weitere Einnahmemöglichkeit.

25. Januar 2011

Bro Hof Slott baut am 17. Loch auf dem Stadium Course

Das alte 17. Grün, Stadium Course, Bro Hof Slott (Foto: exilgolfer)
Mein Heimatplatz für die nächste Saison bleibt auch im Winter nicht untätig, um den Golfplatz weiter zu verbessern. Das Original Layout des Inselgrüns Nr. 17 von Robert Trent Jones II wird verändert.

Bisher umsäumte ein 1 bis 2 Meter breiter Streifen Rough das Grün und ermöglichte so Schläge auf die Insel, ohne auf dem Grün zu sein (siehe Foto von den Scandinavian Masters).

Das neue hingegen Grün wird komplett von einer Steinmauer umgeben sein, so dass der Ball entweder auf dem Grün oder im Wasser landen wird. Schläge aus dem Rough mit nassen Füßen und unmöglichen Lies wird es nicht mehr geben. Für Amateur-Spieler wird es eine Drop-Zone auf der Insel geben. Die Profis spielen das 17. Loch von jeher von einem anderen Abschlag in der Nähe des 18. Grüns, um die Stadium-Atmosphäre im sogenannten Victory Valley weiter zu verbessern.

Im Victory Valley war während des Skandinavian Masters eine fantastische Stimmung. Von den Tribünen konnten die Zuschauer beide Löcher verfolgen und das spannende Finish mit dem späteren Sieger Robert S. Johnson bejubeln. Insgesamt ist Victory Valley für rund 70.000 Zuschauen ausgelegt, die von den eingrenzenden Hügeln das Geschehen verfolgen können.

Wer sich den Stadium Course und den Castle Course von Bro Hof Slott einmal in Ruhe anschauen will, der kann sich hier umfassend informieren.

21. Januar 2011

Der PGA Future Fond unterstützt hoffnungsvolle Golftalente

Seit 1998 vergibt die PGA of Sweden regelmäßig Stipendien, um begabte Golfspieler bei ihrem Sprung auf die großen Profitouren zu unterstützen. Auch in diesem Jahr wurden wieder insgesamt 400.00 SEK (das entspricht momentan ca. 44.600 Euro) an fünf Talente verteilt. Insgesamt erhielten seit der Gründung des Fonds 51 Spieler und Spielerinnen 4.205.000 SEK.


Der Exilgolfer gratuliert und wünscht allen fünf ein aufregendes und erfolgreiches Jahr.

Als Ergänzung noch eine Liste aller Stipendiaten. Da sind einige bekannte Namen dabei.

2010: Pernilla Lindberg, Fredrik Ohlsson
2009: Anna Nordqvist, Oskar Henningsson, Åke Nilsson
2008: Louise Friberg, Sofia Andersson, Oskar Bergman
2007: Christine Hallström, Alexander Norén, Pontus Ericsson, Per Barth
2006: Louise Stahle, Karin Sjödin, Nina Reis, Christian Nilsson, Wilhelm Schauman, Anders Sjöstrand
2005: Emelie Svenningsson, Peter Gustafsson, Johan Axgren, Leif Westerberg, Joakim Bäckström, Pelle Edberg
2004: Mikaela Parmlid, Marlene Hedblom, Steven Jeppesen, Anders Hultman
2003: Helena Svensson, Fredrik Widmark
2002: Maria Bodén, Mattias Eliasson
2001: Susanna Berglund, Carl Pettersson, Peter Hanson, Henrik Stenson
2000: Marie Hedberg, Johan Sköld, Richard S Johnson
1999: Åsa Gottmo, Pernilla Sterner, Per Nyman, Henrik Nyström
1998: Maria Hjorth, Kalle Brink, Fredrik Henge

18. Januar 2011

Der schwedische Golfverband startet ins Jahr 2011

Die Vorbereitungen für die neue Saison laufen natürlich auch bei den Funktionären des schwedischen Golfverbandes (SGF - Svenska Golfförbundet) auf Hochtouren und für das Jahr 2011 sind einige Aktivitäten geplant, die den fortsetzenden Mitgliederschwund stoppen sollen. Die Anzahl der Mitglieder in schwedischen Golfclubs ist in 2010 noch einmal um rund 13.000 auf 500.412 zurückgegangen, nach einem Rückgang von 15.000 im Jahr 2009. Dieser Trend hält nun schon mehrere Jahre an, auch wenn er sich etwas zu verlangsamen scheint.

Im Interview mit der hauseigenen Homepage gibt Christer Bergfors, der Vorsitzende der schwedischen Federation, Einblicke in die Planungen für das neue Jahr. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen dabei die Jugendarbeit, die Vorbereitung auf die olympischen Spiele 2016, eine Informationstour von Verbandsmitarbeitern durch viele Golfclubs Schweden sowie der Versuch, mehr Golf im Fernsehen zu zeigen.

Ich finde vor allem das Thema Jugendarbeit interessant und hoffe, über die neuen Projekte in Zukunft noch detailreich berichten zu können. Es bewirbt sich nämlich jemand, den ich gut kenne, auf eine Consulting-Job für genau dieses Projekt. Ziel soll es sein, in möglichst vielen Clubs mit Förderung durch den Verband sowie mit staatlichen Zuschüssen, Programme für eine verbesserte Jugendarbeit zu initiieren. Hier geht es vor allem darum, Neueinsteiger für den Golfsport zu begeistern. 

Von Olympia erhoffen sich die Funktionäre natürlich einen Schub für die Popularität des Sports. Und bei den vielen schwedischen Spitzenspielern und Spielerinnen, sind durchaus auch Medaillenchancen gegeben. 

Spannend ist auch die "Das neue Golfschweden", eine Rundreise von hohen Funktionären des Verbands (inklusive Bergfors). Im Februar und März besucht das Team viele Golfclubs im ganzen Land und sucht das Gespräch mit den Verantwortlichen vor Ort. Der Austausch soll helfen, die Organisation in Zukunft besser an den realen Gegebenheiten auszurichten.

Dass mehr TV-Übertragungen im öffentlichen Fernsehen (der Satelliten-Sender Viasat hat einen eigenen Golfkanal) dem Sport einen Schub geben könnten, ist eine nachvollziehbare Überlegung. Der Verband sucht, wie in jeden Jahr, das Gespräch und hofft auf mehr Sendeplätze.

Warten wir also die neue Saison ab und hoffen auf viele neue Golfspieler und weniger schlechter Nachrichten, wie die Pleite von zwei Clubs im letzten Jahr.

8. Januar 2011

Schwedische Golf Professionals auf der PGA Tour

Während in Deutschland im letzten Jahr der Stern von Martin Kaymer aufgegangen ist und der legitime Nachfolger von Bernhard Langer gefunden scheint, brauchen sich die Schweden seit vielen Jahren nicht über mangelnden Erfolg auf den internationalen Golftouren beschweren. Ganz im Gegenteil, das kleine Schweden mit nur 9,3 Mio Einwohnern, hat viele Professionals hervorgebracht, die auf höchstem Niveau Golf spielen. Und ich rede hier noch gar nicht von Annika Sörenstam, die fast 10 Jahre lang das Frauengolf dominiert hat.

Richard S. Johnson (Foto: Der Exilgolfer)
Allein auf der PGA Tour spielen in dieser Saison sieben schwedische Spieler, die ich hier ein wenig näher vorstellen möchte. In einem der nächsten Beiträge kümmere ich mich dann noch um die Schweden auf der European Tour.

Zusammen kommen die Schweden, die aktuell auf der PGA Tour spielen, immerhin auf 14 Siege. Henrik Stenson gewann 2009 mit der Players Championship sogar das sog. "fünfte Major".

Hier also die Spieler in der Übersicht mit ihren Erfolgen auf der PGA Tour. Jeweils verlinkt ist die offzielle Seite von pgatour.com, auf der jede erdenkliche Statistik festgehalten wird. 

Daniel Chopra: 2 Siege, 17 Top10 Finishes, 7,69 Mio $ Preisgeld
Fredrick Jacobson: 0 Siege, 28 Top10 Finishes, 9,63 Mio $ Preisgeld
Richard S. Johnson: 1 Sieg, 15 Top10 Finishes, 5,89 Mio $ Preisgeld
Robert Karlson: 0 Siege, 6 Top10 Finishes, 2,46 Mio $ Preisgeld
Jesper Parnevik: 5 Siege, 55 Top10 Finishes, 15,21 Mio $ Preisgeld
Carl Pettersson: 4 Siege, 33 Top10 Finishes, 14,06 Mio $ Preisgeld
Henrik Stenson: 2 Siege, 13 Top10 Finishes, 7,00 Mio $ Preisgeld

Es gibt eine interessante Studie (PDF) über die Ursachen für den Erfolg Schwedens im professionellen Golf. Sie wurde 2007, unter anderem im Auftrag der schwedischen Golf Federation erstellt und im Annual Review of Golf Coaching veröffentlicht. Bestimmt eine spannende Lektüre für alle, die Nachwuchsarbeit betreiben.