18. Januar 2011

Der schwedische Golfverband startet ins Jahr 2011

Die Vorbereitungen für die neue Saison laufen natürlich auch bei den Funktionären des schwedischen Golfverbandes (SGF - Svenska Golfförbundet) auf Hochtouren und für das Jahr 2011 sind einige Aktivitäten geplant, die den fortsetzenden Mitgliederschwund stoppen sollen. Die Anzahl der Mitglieder in schwedischen Golfclubs ist in 2010 noch einmal um rund 13.000 auf 500.412 zurückgegangen, nach einem Rückgang von 15.000 im Jahr 2009. Dieser Trend hält nun schon mehrere Jahre an, auch wenn er sich etwas zu verlangsamen scheint.

Im Interview mit der hauseigenen Homepage gibt Christer Bergfors, der Vorsitzende der schwedischen Federation, Einblicke in die Planungen für das neue Jahr. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen dabei die Jugendarbeit, die Vorbereitung auf die olympischen Spiele 2016, eine Informationstour von Verbandsmitarbeitern durch viele Golfclubs Schweden sowie der Versuch, mehr Golf im Fernsehen zu zeigen.

Ich finde vor allem das Thema Jugendarbeit interessant und hoffe, über die neuen Projekte in Zukunft noch detailreich berichten zu können. Es bewirbt sich nämlich jemand, den ich gut kenne, auf eine Consulting-Job für genau dieses Projekt. Ziel soll es sein, in möglichst vielen Clubs mit Förderung durch den Verband sowie mit staatlichen Zuschüssen, Programme für eine verbesserte Jugendarbeit zu initiieren. Hier geht es vor allem darum, Neueinsteiger für den Golfsport zu begeistern. 

Von Olympia erhoffen sich die Funktionäre natürlich einen Schub für die Popularität des Sports. Und bei den vielen schwedischen Spitzenspielern und Spielerinnen, sind durchaus auch Medaillenchancen gegeben. 

Spannend ist auch die "Das neue Golfschweden", eine Rundreise von hohen Funktionären des Verbands (inklusive Bergfors). Im Februar und März besucht das Team viele Golfclubs im ganzen Land und sucht das Gespräch mit den Verantwortlichen vor Ort. Der Austausch soll helfen, die Organisation in Zukunft besser an den realen Gegebenheiten auszurichten.

Dass mehr TV-Übertragungen im öffentlichen Fernsehen (der Satelliten-Sender Viasat hat einen eigenen Golfkanal) dem Sport einen Schub geben könnten, ist eine nachvollziehbare Überlegung. Der Verband sucht, wie in jeden Jahr, das Gespräch und hofft auf mehr Sendeplätze.

Warten wir also die neue Saison ab und hoffen auf viele neue Golfspieler und weniger schlechter Nachrichten, wie die Pleite von zwei Clubs im letzten Jahr.

Kommentare:

  1. Hallo Exilgolfer,

    schön wie der Verband aktiv gegen Mitgliederschwund und für Jugendarbeit aktiv werden will.
    Bei den Gesprächen in den Golfclubs wäre aber eine Runde mit diesen sicher auch nicht schlecht. In sehr vielen Fällen gehen die Meinungen was Vorstand und Mitglieder wollen doch meist auseinander.

    Golf im freien Fernsehen würde ich mir für Deutschland auch wünschen. Da bleibt mir nur der PC.
    Eine Golfbundesliga im Fernsehen wäre doch nicht schlecht?

    bis denne
    rebel

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  2. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wird nicht nur mit Offiziellen und Funktionären gesprochen, sondern auch mit "einfachen" Mitgliedern. Das habe ich wohl ein wenig missverständlich dargestellt. In einem Absatz wird erwähnt, dass an den Treffen bis zu 200 Leute teilnehmen, je nach Golfclub.

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  3. Tja, was machen die Schweden eigentlich anders als die Deutschen oder sogar alles?

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