25. Mai 2011

Tag der offenen (Golf-)Tür

In Schweden wird einiges versucht, um neue Golfspieler zu rekrutieren. Ein schönes Beispiel ist der vom schwedischen Verband ins Leben gerufene Tag der offenen Tür. Letztes Jahr haben 200 Clubs teilgenommen und auch in diesem Jahr ist die Liste schon wieder ziemlich lang. 

Am Tag der offenen Tür sind vor allem die Mitglieder des veranstaltenden Clubs angehalten, ihre Familie, Freunde oder Arbeitskollegen mit auf den Golfplatz zu bringen. Natürlich kann man auch einfach so kommen. Der Verband unterstützt den Tag der offenen Tür mir Werbematerialien und Ideen für den Ablauf. Wenn man sich die Bilder und das Video anschaut, hat man wohl vor allem die jüngere Zielgruppe im Visier und will das Nachwuchsproblem bekämpfen. Die eigens eingerichtete Facebook Seite ist sicherlich auch ein Zeichen dafür.

Anzeigenbild für Öppen Golfdag 2011 (Copyright: SGF)
Viele Golfclubs kämpfen mit einem Mitgliederschwund und auch die Anzahl der gespielten Golfrunden war in den letzten Jahren rückläufig. Etwas, das in Deutschland wohl auch in manchem Club vorkommt. Und es scheint ja auch ähnliche Aktionen zu geben. Ein wenig mit Google gesucht und neben vielen individuellen Tagen der der offenen Tür den Golf-Erlebnistag gefunden. Scheint ziemlich groß zu sein mit 350 teilnehmenden Clubs und in eine ganz ähnliche Richtung zu gehen, wie der schwedische Tag der offenen Tür. 

Hier noch das kurze Werbevideo, dass ganz ohne Sprache auskommt und deshalb wohl auch in Deutschland verstanden wird:


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23. Mai 2011

B.i.G. Bioengineered in Germany - jetzt auch in Schweden?

Ein kleiner Nachtrag noch zu diesem lustigen Golf- wochenende, an dem ich kein Eisen getroffen habe und trotzdem ein Turnier gewonnen habe. Nachdem wir Freitags nach 9 Loch den Platz verlassen hatten, weil ich das Trauerspiel nicht mehr ertragen konnte, erinnerte ich mich an das kleine Zelt am Ende der Range. Musste wohl ein Demo-Tag sein mit einer der großen Marken, dachte ich. Also nichts wie hin, vielleicht lag es ja doch an den Schlägern und als ich ankam, war ich schwer überrascht auf einmal deutsche Stimmen zu vernehmen. 

Die kleine, aber wohl feine Schlägerschmiede B.i.G. aus Winsen bei Hamburg hat den weiten Weg nach Stockholm auf sich genommen, um sich in Bro Hof Slott vorzustellen. Arwed Freitag, der Head Fitter, war persönlich vor Ort und nahm sich den ganzen Tag Zeit für die Mitglieder und Gäste in Bro Hof Slott. Ich überredete ihn, als er schon packen wollte, erst einmal, noch zehn Minuten auf meine Allerliebste zu warten und mit ihr mal ein paar Schläger zu testen. Aufmerksame Leser hier werden wissen, dass ich erst vor wenigen Wochen ein komplettes Set bei Mizuno auf der Facebook Seite gewonnen hatte und mein Interesse deshalb nicht so groß war. Zudem hatte ich am Freitag ja auch überhaupt keinen Ball getroffen. Sie allerdings spielt mit ziemlich alten Eisen und könnte durchaus mal ein richtiges, ihrer Spielstärke angemessenes Fitting vertragen.

So war es dann auch ziemlich spannend, die Daten vom Trackman zu sehen und Arweds Gesicht dazu über die Schläge der Allerliebsten. Die beiden haben einige Schläger ausprobiert, Schwächen erkannt und nach möglichen Lösungen gesucht und das alles hat auf uns beide einen sehr guten Eindruck gemacht. Wenn ich Arwed richtig verstanden habe, gibt es die Firma erst seit Anfang diesen Jahres, plant aber schon Großes mit mehreren Fitting Centern in Deutschland und internationalen Stützpunkten. Über das Konzept von B.i.G. kann sich jeder selbst auf der Website ein Bild machen, fachlich und menschlich hatte uns Arwed in 30 Minuten überzeugt.

Alle Fotos Copyright: Exilgolfer

22. Mai 2011

Gelungener Saisonauftakt: Erster Sieg im ersten Turnier

Das fängt ja gut an, das Golfjahr. Bei unserem ersten Turnier in diesem Jahr - mein allererstes überhaupt (!) - haben wir direkt den Platz als Sieger verlassen. Gespielt wurde ein Scramble und wir waren mit der ganzen Familie am Start. Mit meiner Allerliebsten von den kurzen roten Abschlägen waren wir immer wieder in guten Birdie-Positionen, die wir dann auch insgesamt 10 Mal genutzt haben und den Rest dann Par gespielt. Meinen Teil zum Erfolg hat vor allem mein hohes Handicap beigetragen, den nach irgendeiner undurchdringlichen Formel wurden die Handicaps mit in das Ergebnis eingebaut. Wobei ich dann doch auch zwei gute Birdieputts sowie einen tollen Bunkerschlag 10cm an die Fahne geschlagen habe, das waren wichtige Punkte. Aber ansonsten war es eher bescheiden, gerade die Eisen gingen überhaupt nicht am Samstag.

Beim anschließendem Essen und der Preisverleihung wurde uns dann erst klar, dass wir wohl ziemlich gut waren und mit Hilfe der hohen Handicaps in unserem Team hat es dann tatsächlich für den Sieg gereicht. Als Preise durften wir vier neue Bags entgegen nehmen, von denen wir zwei zum Glück im Shop gegen andere Dinge umtauschen konnten. Was hätten wir sonst mit so vielen Bags in der Familie angestellt...? Außerdem gab es vom Hauptsponsor, einem Hotel auf Mauritius, noch ein Pokal-Imitation, ein halbes Holzboot auf einem schwarzen Holzstück. Auch davon durften wir gleich vier in Empfang nehmen und uns sogleich Gedanken über die Entsorgung machen. Auch wenn es mein erster Sieg war, so ein Ding muss ich mir dann doch nicht an die Wand hängen. 

Junge Familie am 16. Abschlag
Der Sponsor hat allerdings sonst nicht viel falsch gemacht und großzügig zwei Reisen für jeweils zwei Personen zur Verfügung gestellt. Leider durfte der Preis nicht an die Sieger gehen, sondern musste ausgelost werden und da hatte uns das Glück dann verlassen. Eine Woche Mauritius mit Flug hätte ich ansonsten auch gerne genommen.

Wir hatten jedenfalls viel Spaß beim Spiel und ich freue mich auf die nächsten Turniere und hoffe auf gute Platzierungen und Preise.

P.S. den längsten Drive hatte übrigens auch meine Allerliebste mit (angeblich) sagenhaften 300 Metern bei Rückenwind am ersten Loch. Das war 9 Meter länger als der längste Herr! Sie selbst sagt, die Längenmessung muss fehlerhaft gewesen sein, denn sie hatte den Ball nicht richtig gut getroffen und das wären nicht mehr als 250 Meter gewesen. Aber auch damit wäre die Flasche Champagner immer noch bei uns im Kühlschrank gelandet. Hier Ihr Versuch am 18. Abschlag direkt über das Wasser das Grün zu treffen. Leider etwas zu weit, hat aber immer noch für ein Birdie gereicht.

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Copyright Fotos und Video: Exilgolfer

17. Mai 2011

Pay & Play Golf in Schweden

Als kleinen Service für die Leser dieses Blogs arbeite ich mit Hilfe von Google Maps an zwei Karten. Eine soll einmal alle Golfclubs in Schweden verzeichnen, die andere alle Pay & Play Plätze. Mit Letzterer habe ich heute begonnen, denn das Projekt ist etwas überschaubarer. Es gibt, wenn ich denn keinen Platz vergessen habe, 143 Pay & Play's in Schweden. Da ist alles dabei, von der kurzen 6 Loch Par 3 Bahn bis zu vollwertigen schönen Anlagen mit 9 oder 18 Loch und Par 72. Viele Plätze haben zudem auch eine Range und Übungsgrüns und teilweise gibt es sogar ein Restaurant oder Cafe und einen Shop.

Pay & Play als Konzept ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, gerade Anfänger fühlen sich auf den Bahnen unter Ihresgleichen meist wohler und man braucht auch keine Clubmitgliedschaft oder Green Card, um hier zu spielen. Die Preise sind moderat, manche Bahnen nehmen weniger als 100 Kronen, die teureren kosten zwischen 200 und 300 Kronen.

Ich habe letztes Jahr selbst eine Saison in Rotebro gespielt und war sehr zufrieden. Rotebro ist ein 9 Loch Platz, der richtig lang und anspruchsvoll ist. Viel Wasser, gut platzierte Bunker und die aufwändige Pflege des Platzes sind hier hervorzuheben.

Nun also die Karte, welche momentan nur die Pay & Play Plätze rund um Stockholm umfasst. Ich werden nach und nach weitere Plätze einfügen und hoffentlich in einigen Tagen oder Wochen fertig sein. Dann poste ich die Karte auch noch einmal hier im Blog. Und über den Sommer mache ich mich dann an die fast 500 Golfclubs im Land.


Pay & Play Golf in Sweden auf einer größeren Karte anzeigen

6. Mai 2011

Bewegte Golfbilder auf golf.se

Screenshot von golf.se
Eine schöne Zusammenarbeit haben sich der Satellitensender Viasat und der schwedische Golfverband einfallen lassen. Ab sofort kann man auf der Homepage des Verbandes aktuelle Zusammenfassungen der internationalen Turniere sehen. Gezeigt werden sowohl die European- als auch die PGA Tour sowie vermehrt auch Frauengolf.

Obwohl Golf in Schweden ein Breitensport ist, gibt es relativ wenig Bilder im frei verfügbaren  Fernsehen. Das Nordea Masters in Stockholm letzten Sommer und aktuell das Masters in Augusta wurden live von SVT (vergleichbar mit der ARD) übertragen. Alles andere läuft auf PayTV bei Viasat.

Ein Test mit meinem VPN zeigte, dass auch von Deutschland aus auf die Sendungen zugegriffen werden kann. Selbst wer Schwedisch nicht versteht, hat hier die Chance Bilder von den großen Turnieren in guter Auflösung zu sehen.

2. Mai 2011

Bro Hof Slott eröffnet die Saison in Stockholm

Endlich ist es soweit und wir konnten letzte Woche die ersten Runden auf dem Castle Course von Bro Hof Slott spielen. Diese Woche eröffnet dann auch der Stadium Course und der Golfsommer kann dann so richtig beginnen. Der Platz ist schon in richtig gutem Zustand, vor allem, wenn man davon ausgeht, dass hier vor vier Wochen noch alles gefroren war und Schnee lag. Nur ein Grün auf dem Castle Course (#6) hat richtig gelitten und wird gerade intensiv gepflegt.

Über Bro Hof Slott ist übrigens ein toller Artikel (PDF Download) in dem Magazin "Golf in Berlin und Brandenburg" erschienen. Er beschreibt ziemlich gut die Atmosphäre und betont, was ich ja schon die ganze Zeit sage: Golf in Bro Hof Slott und ein Wochenende in Stockholm sind wirklich eine unschlagbare Kombination. Im Mai hat Bro Hof Slott übrigens Greenfee Specials mit Sonderpreisen, von den Kurzentschlossene profitieren können.

Auf der Website www.sweden-golf.de bieten wir auch Golfreisen nach Stockholm und Bro Hof Slott an. Ich würde mich freuen, den ein oder anderen Landsmann hier begrüßen zu dürfen. Die Seite betreibe ich zusammen mit dem schwedischen Reiseveranstalter Nordic Travel.