30. August 2011

Solheim Cup mit vier Schwedinnen

Gestern wurde das europäische Team für den Solheim Cup bekannt gegeben und vier Schwedinnen können sich über die Teilnahme an dem prestigeträchtigen Turnier freuen. In diesem Jahr findet der Wettkampf der besten Golferinnen aus den USA und Europa vom 23.-25. September in Killeen Castle in Irland statt.

Neben Maria Hjorth, Sophie Gustafson and Anna Nordqvist, die sich direkt über die Rolex Women’s World Golf Rankings qualifiziert haben, wurde Caroline Hedwall von der europäischen Teamchefin Alison Nicholas mit einer "Wild Card" in das Team berufen. 
Die restlichen Spieler sind Melissa Reid (England), Laura Davies (England), Suzann Pettersen (Norwegen), Catriona Matthew (Schottlan) sowie Christel Boeljon (Holland), die sich über die Weltrangsliste bzw.  die Ladies European Tour’s Solheim Cup Punkte direkt qualifiziert hatten sowie die drei weiteren "Captains Picks" Sandra Gal (Deutschland), Karen Stupples (England) und Azahara Munoz (Spanien).

Seit der ersten Austragung der Solheim Cups im Jahre 1990 ist Schweden damit bei jedem Turnier vertreten gewesen. Damals waren es Helen Alfredsson und Liselotte Neumann, die für Team Europa spielten, acht weitere Schwedinnen folgten den beiden. Außerdem ist mit Golflegende Annika Sörenstam als Vize-Captain noch eine weitere Schwedin mit viel Erfahrung an Bord des diesjährigen Teams.

Es wird Zeit für ein Sieg Europas und ich hoffe, die Damen machen es den Herren beim Ryder Cup nach und holen den Pokal. Der letzte Sieg liegt immerhin schon 8 Jahre zurück und wurde in Barsebäck in Südschweden gefeiert. Insgesamt führen die Amerikaner mit 8:3 in der Statistik.

18. August 2011

Wenn der Pro zur Clubmeisterschaft vorbei schaut

Der Höhepunkt des Jahres für die Low-Handicapper in den meisten Clubs ist sicherlich die Clubmeisterschaft. Für den eigenen Namen auf der Plakette im Clubhaus wird die ganze Saison fleißig trainiert und das Turnier akribisch vorbereitet wie ein Major.

Ich stelle mir deshalb gerne die Gesichter der Hotshots des Barsebäck GK in Südschweden vor, als sie auf der Startliste für die diesjährige Meisterschaft den Namen Henrik Stenson lesen konnten. DER Henrik Stenson, der mit der PGA Tour Card, der auch schon mal in Unterhosen in den Teich gestiegen ist um einen Ball zu retten. Der aber auch mal in den Top 10 der Welt war und mehr als 7 Mio. Dollar Preisgeld eingespielt hat.

Hier ist ein Schwungvideo von mir von Stenson bei den Nordea Masters in Bro Hof Slott dieses Jahr.


Henrik selbst fand es gar nicht ungewöhnlich, dass er in Barsebäck spielt. Er habe sich nicht für die PGA Championship qualifiziert und sei deshalb in Schweden in seiner Heimat. Die Clubmeisterschaft sei ein gutes Training und viele Freunde treffe man auch, sagte der Schwede und ging mit seinem Vater Ingemar auf die drei Runden.

Das schöne Ende der Geschichte hat allerdings ein gewisser Nachwuchs-Pro Henrik Hilford Brander. Der 25-jährige kann sich rühmen, die Clubmeisterschaft 2011 des Barsesbäck GK gegen Henrik Stenson gewonnen zu haben! Mit 227 Schlägen und einem Schlag Vorsprung wird seine Plakette im Clubhaus sicherlich besonders strahlen und für viele Geschichten gut sein.

15. August 2011

Kallfors Golfclub südlich von Stockholm

Foto: Kallfors GK
Im Rahmen der Pressereise mit "golf spielen" bin ich zusammen mit Ludwig Rembold und seiner Frau letzten Dienstag am frühen Morgen nach Kallfors gefahren, um den viel gelobten Platz dort zu spielen. Aus der Stadtmitte Stockholms ist man in genau 45 Minuten in der ruhigen und wunderschönen Natur in der Region Sörmland, die sich südlich von Stockholm befindet. 

Kallfors hat neben den 27 Löchern auch ein kleines Hotel mit 17 Doppelzimmern und Konferenzräumen direkt am ersten Abschlag. Außerdem gibt es ein wunderschönes Clubhaus mit großer Terrasse und Blick auf das 18. Grün sowie eine sehr gute Küche mit moderaten Preisen. Der in Schweden übliche "Dagens Lunch" (das tägliche Mittagsgericht, hier stehen gleich drei zur Auswahl) für weniger als 10 Euro inkl. Salatbuffet und Kaffee war jedenfalls richtig lecker. Und über das große Grillfest jeden Freitag Abend habe ich bisher auch nur Gutes gehört.

Das Wichtigste ist und bleibt aber natürlich der Golfplatz und hier braucht sich Kallfors glücklicherweise gar nicht verstecken. Golf Digest führt den vom bekannten schwedischen Architekten Sune Linde gebauten Platz an Nr. 19 in der Liste der 50 besten Golfplätze Schwedens. Die Grüns sind in diesem Jahr zudem in exzellentem Zustand. Der Platz in den Wäldern Sörmlands zeichnet sich durch viele Höhenunterschiede sowie große Grüns, zumeist mit mehreren Ebenen, aus. Mitten im Wald gelegen, bietet er viel Ruhe und nur selten den Blick auf andere Golfer. Von fünf unterschied- lichen Abschlägen spielt sich der 1999 fertig gestellte Par 72 Platz mit einer Länge von 4.700 bis zu 6.400 Metern.

Wir sind auf unserer Runde leider nur bis Loch 14 gekommen, denn trotz gegenteiliger Wettervorhersage braute sich über uns ein lokales Gewitter zusammen. Und was dann in den nächsten Minuten vom Himmel fiel, reicht sonst für einen ganzen Monat. Innerhalb kürzester Zeit war der gesamte Platz geflutet und unbespielbar. So einen Wolkenbruch habe ich hier in Schweden noch nicht erlebt. Wir schafften es gerade so mit unseren Carts über den völlig aufgeweichten Boden zum Clubhaus, wo wir mit allen anderen das Schauspiel bestaunen konnten. Mehr blieb auch nicht zu tun, denn für den Rest des Tages wurde der Platz geschlossen. Selbst in diesem Supersommer hier in Schweden, ist man vor solchen Wetterkapriolen manchmal nicht geschützt. Zehn Kilometer weiter hatte es übrigens keinen Tropfen geregnet!

Mir hat es richtig Spaß gemacht hier zu spielen und ich werde sicherlich noch mal wiederkommen und die Runde beenden. Der Platz ist anspruchsvoll und in sehr gutem Zustand. Viele Löcher lassen dem Spieler Raum für verschiedene Strategien. Allerdings werde ich auch auch dann wieder mit Cart auf die Runde gehen. Normalerweise laufe ich ja Golfplätze und fühle mich für ein Cart 20 Jahre zu jung, aber bei dem auf und ab hier zwischen den Löchern sollte man die günstigen 200 Kronen wirklich investieren. Ansonsten wäre mir sicherlich schon am schönen Halfway House die Puste ausgegangen.

Im nächsten Jahr wird es dann übrigens auch bei uns Angebote nach Kallfors geben!

Copryright alle Fotos: Der Exilgolfer

14. August 2011

"golf spielen" kommt nach Schweden

Für mein Tourismus-Projekt Sweden Golf mache ich natürlich auch PR in Deutschland und habe durchaus schon etwas Aufmerksamkeit in verschiedenen Medien erhalten. Es ist mein Ziel, Schweden als Golf-Destination in den Köpfen der deutschen Golfer zu etablieren. Mit der heute zu Ende gegangenen Pressereise komme ich dem hoffentlich im nächsten Jahr ein großes Stück näher.

Zu Gast bei mir in Schweden war "golf spielen", das Supplement der Süddeutschen Zeitung und mit riesigem Abstand größte Golfmagazin Deutschland. Im Jahr 2011 geht golf spielen mit einer sagenhaften Auflage von über 600.000 an den Start, wird zudem in allen Golfclubs in Deutschland, Österreich und der Schweiz verteilt und erreicht so laut Mediadaten 1,85 Millionen Leser. Ich habe mich natürlich sehr gefreut, als mir ein Kontakt zu Ludwig Rembold, dem verantwortlichen Redakteur, gemacht wurde. Und wie es der Zufall so will, wollte dieser schon immer mal in Schweden Golf spielen und darüber eine Reportage machen. 

Die Planung nahm einige Monate in Anspruch und da mir kein Budget zur Verfügung stand, musste ich Partner mit den gleichen Interessen ins Boot holen. Ohne deren Unterstützung  wäre diese Reise nicht möglich gewesen. Ich möchte mich deshalb vor allem bei Golf i Skåne, bei Visit Sweden, bei SAS für die Flüge, Elite Hotels sowie beim schwedischen Golfverband bedanken. 

Katharina und Ludwig Rembold. Pay & Play auf einer Pressereise
war sicherlich eine Premiere für die beiden. (Foto: Der Exilgolfer)
Nun geht die Reise heute zu Ende und in der letzten Woche hat Ludwig Rembold mit seiner Frau einige der schönsten Plätze Schwedens gespielt. Die Reise führte die beiden drei Nächte nach Stockholm und vier weitere Nächte nach Malmö in Südschweden. Wir starteten am Montag nach der Ankunft mit einem Pay & Play in der Nähe des Flughafens Arlanda. Schweden hat fast 150 Pay & Play Plätze, viele davon als Anhang zu einem "normalen" Club. Diese ermöglichen es, ohne Handicap und ohne Scheu Golf einfach einmal auszuprobieren. Rotebro Pay & Play war also ein guter Einstieg in die im Vergleich zu Deutschland etwas lockerere Golfwelt in Schweden. In Stockholm standen dann noch Kallfors (hier folgt noch ein eigener Bericht) sowie Bro Hof Slott auf dem Programm. Nach einem kurzen Flug Richtung Malmö am Donnerstag morgen wurden dort  Falsterbo, Barsebäck, Rönneback und PGA National gespielt. Ich war leider außer in Rotebro und Kallfors nicht mit auf der Reise, hätte aber wirklich zu gerne in Malmö mitgespielt.

Pünktlich zum Start der Saison 2011 erscheint dann in der golf spielen die (hoffentlich) schöne Reportage über die Erlebnisse auf Schwedens Golfplätzen. Ich freue mich schon auf die Lektüre. Und auf die Aufmerksamkeit für ein viel zu sehr vernachlässigtes Reiseziel.