15. August 2011

Kallfors Golfclub südlich von Stockholm

Foto: Kallfors GK
Im Rahmen der Pressereise mit "golf spielen" bin ich zusammen mit Ludwig Rembold und seiner Frau letzten Dienstag am frühen Morgen nach Kallfors gefahren, um den viel gelobten Platz dort zu spielen. Aus der Stadtmitte Stockholms ist man in genau 45 Minuten in der ruhigen und wunderschönen Natur in der Region Sörmland, die sich südlich von Stockholm befindet. 

Kallfors hat neben den 27 Löchern auch ein kleines Hotel mit 17 Doppelzimmern und Konferenzräumen direkt am ersten Abschlag. Außerdem gibt es ein wunderschönes Clubhaus mit großer Terrasse und Blick auf das 18. Grün sowie eine sehr gute Küche mit moderaten Preisen. Der in Schweden übliche "Dagens Lunch" (das tägliche Mittagsgericht, hier stehen gleich drei zur Auswahl) für weniger als 10 Euro inkl. Salatbuffet und Kaffee war jedenfalls richtig lecker. Und über das große Grillfest jeden Freitag Abend habe ich bisher auch nur Gutes gehört.

Das Wichtigste ist und bleibt aber natürlich der Golfplatz und hier braucht sich Kallfors glücklicherweise gar nicht verstecken. Golf Digest führt den vom bekannten schwedischen Architekten Sune Linde gebauten Platz an Nr. 19 in der Liste der 50 besten Golfplätze Schwedens. Die Grüns sind in diesem Jahr zudem in exzellentem Zustand. Der Platz in den Wäldern Sörmlands zeichnet sich durch viele Höhenunterschiede sowie große Grüns, zumeist mit mehreren Ebenen, aus. Mitten im Wald gelegen, bietet er viel Ruhe und nur selten den Blick auf andere Golfer. Von fünf unterschied- lichen Abschlägen spielt sich der 1999 fertig gestellte Par 72 Platz mit einer Länge von 4.700 bis zu 6.400 Metern.

Wir sind auf unserer Runde leider nur bis Loch 14 gekommen, denn trotz gegenteiliger Wettervorhersage braute sich über uns ein lokales Gewitter zusammen. Und was dann in den nächsten Minuten vom Himmel fiel, reicht sonst für einen ganzen Monat. Innerhalb kürzester Zeit war der gesamte Platz geflutet und unbespielbar. So einen Wolkenbruch habe ich hier in Schweden noch nicht erlebt. Wir schafften es gerade so mit unseren Carts über den völlig aufgeweichten Boden zum Clubhaus, wo wir mit allen anderen das Schauspiel bestaunen konnten. Mehr blieb auch nicht zu tun, denn für den Rest des Tages wurde der Platz geschlossen. Selbst in diesem Supersommer hier in Schweden, ist man vor solchen Wetterkapriolen manchmal nicht geschützt. Zehn Kilometer weiter hatte es übrigens keinen Tropfen geregnet!

Mir hat es richtig Spaß gemacht hier zu spielen und ich werde sicherlich noch mal wiederkommen und die Runde beenden. Der Platz ist anspruchsvoll und in sehr gutem Zustand. Viele Löcher lassen dem Spieler Raum für verschiedene Strategien. Allerdings werde ich auch auch dann wieder mit Cart auf die Runde gehen. Normalerweise laufe ich ja Golfplätze und fühle mich für ein Cart 20 Jahre zu jung, aber bei dem auf und ab hier zwischen den Löchern sollte man die günstigen 200 Kronen wirklich investieren. Ansonsten wäre mir sicherlich schon am schönen Halfway House die Puste ausgegangen.

Im nächsten Jahr wird es dann übrigens auch bei uns Angebote nach Kallfors geben!

Copryright alle Fotos: Der Exilgolfer

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