23. Mai 2012

R&A testet neue Golfbälle in schwedischen Amateurturnieren

Foto: Exilgolfer
Es kommt ja selten vor, das Schweden in den Golfschlagzeilen steht. Klar, die Pros auf der PGA, European und LPGA Tour sind immer wieder in den Medien. Aber über Golf in Schweden wird nun wirklich zu wenig berichtet. Die Ausnahme sind natürlich die beliebten Aprilscherze dieses Blogs hier und hier.

Jetzt kriegen schwedische Amateurgolfer allerdings Aufmerksamkeit von unerwarteter Seite. So berichtet der amerikanische Blogger Geoff Shackelford über einen Artikel auf golf.se, in dem berichtet wird das die R&A bei zwei schwedischen Golfturnieren Prototypen von neu entwickelten Golfbällen testen wird. Diese Bälle sollen bei gleichen Flugeigenschaften 8% weniger weit fliegen.

In den USA ist die Diskussion über die unglaublichen Weiten auf der PGA Tour und was man dagegen machen kann in vollem Gange. Jedes Jahr werden viele Golfplätze für eine Menge Geld umgebaut und länger gemacht, damit die Tourspieler diese nicht überpowern. Eine ganze Menge Leute finden, dass das rausgeschmissenes Geld sei und in vielen Fällen auch die Golfplätze nicht besser mache. Die einfachste Lösung wäre, den Ball zu ändern, damit er nicht mehr so weit fliegt. Entweder für alle oder (und das wäre eine kleine Revolution) nur für die professionellen Golfspieler.

Jetzt hat also seine "Heiligkeit" die R&A in aller Heimlichkeit neue Bälle zusammen mit einem ungenannten namhaften Hersteller entwickelt und testet diese bei zwei Turnieren Anfang Juni in Österåker und Åkersberga. Es sollen wohl auch schon Tests in Großbritannien statt gefunden haben. 

Die Turniere sind am 02. und 03. Juni und wer Interesse hat, kann sich jetzt noch dafür anmelden und dabei sein, wenn vielleicht Golfgeschichte geschrieben wird. 

Kommentare:

  1. Und wer soll die Pros zwingen, diese Bälle zu benutzen, wenn die alle langjährige Sponsorenverträge mit Ballherstellern haben? Wenn sie alle Schläger neu einjustieren müssen bezüglich Länge? Am ehesten würde es etwas bringen bei den Schlägern. Driver nicht mehr als 350cc und mindestens 10° Loft, back to the roots.

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  2. Dann müssten eben alle Hersteller diese neuen Bälle produzieren. Es wird ja um Änderungen bei Gewicht, Dimpeln oder so etwas gehen. Das wären dann neue Vorgaben, an die die Hersteller sich halten müssen.

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