28. Mai 2013

Nordea Masters - 2013er Edition

Victory Valley, Bro Hof Slott (Foto: Exilgolfer)
Ich gewöhne mich langsam daran und freue mich natürlich trotzdem wieder unheimlich auf das Nordea Masters in Bro Hof Slott. In diesem Jahr werde ich vermutlich nicht alle 4 Tage vor Ort sein können, aber die Chance "inside the ropes" mitlaufen zu dürfen und mit meiner Kamera High Speed Videos zu machen, werde ich mir ein oder zwei Tage nicht nehmen lassen. Meine Bilder und Videos aus den letzten Jahren finden sich bei youtube und flickr.

Das Aufgebot kann sich auch in diesem Jahr wieder sehen lassen. Die Veranstalter haben erneut das Glück, den Sieger aus der Vorwoche präsentieren zu können. Schon im Jahr 2010 kam Louis Oosthuizen direkt nachdem er die British Open gewonnen hatte nach Stockholm. In diesem Jahr ist es der junge Italiener Matteo Manassero, der mit gerade mal 20 Jahren schon 4 Siege auf der European Tour feiern konnte. Den letzten vor zwei Tagen in Wentworth bei den BMW PGA Champions.

Im letzten Jahr dabei: Sergio Garcia (Foto: Exilgolfer)
Große Namen aus den USA fehlen in diesem Jahr. Es macht den Anschein, dass weniger Antrittsgelder gezahlt wurden. Außerdem ist der Termin für die Spieler der PGA Tour alles andere als ideal. Es sind trotzdem einige richtig bekannte Zugpferde aus Europa dabei, allen voran natürlich die "Senioren" Jiménez und Olazabal. Darren Clarke und Paul Casey sind aber auch keine Unbekannten.

Über den Platz braucht man eigentlich nicht mehr viele Worte zu verlieren (Bilder machen mehr Spaß), er wird in jedem Jahr von den Spielern in den höchsten Tönen gelobt. Die Grüns gehören selbst in der frühen schwedischen Saison (wir spielen erst seit vier Wochen) zu den besten auf der ganzen Tour.

Der Stadium Course ist aber nicht nur für die Spieler ein toller Platz, sondern auch für die Besucher. Das fängt mit der Anreise an, die bequem mit dem Zug in 30 Minuten aus Stockholm erfolgen kann. Shuttlebusse bringen die Gäste in 5 Minuten von der Bahnstation zum Golfplatz. Der Platz selbst ist für Turniere und die Zuschauer gebaut. Von vielen Stellen hat man den Überblick über mehrere Grüns und Abschläge und man kann den Spielern hervorragend folgen. Das Highlight ist natürlich das "Victory Valley", die Löcher 17 und 18. Ich habe ein kleines Video aus dem letzten Jahr hierzu.

 

Ich freue mich also auf diese Woche, werde dort viele bekannte Gesichter treffen und mein Netzwerk erweitern. Falls jemand auch vor Ort ist, dann sollten wir zusammen einen Kaffee trinken!

14. Mai 2013

Innovativ: Värpinge Golfbana in Lund

Der Värpinge Golf Club vor den Toren der Südschwedischen Studentenstadt Lund ist ein spannendes Beispiel dafür, warum in Schweden Golf viel breiter aufgestellt ist als in Deutschland. Hier wird mit vielen Ideen dafür gesorgt, dass Golf als Sport von Menschen wahrgenommen wird, die sonst nichts mit dem Sport zu tun haben. 

Die neueste Innovation ist der St. Hans Platz, ein Kurzplatz mit 6 Löchern zwischen 35 und 90 Metern, die alle in zwei Richtungen gespielt werden können. Es stehen also insgesamt 12 unterschiedliche Löcher zur Verfügung. Clubchef Hakan Rasmussen erklärt im Interview mit der Website Golf Course Architecture: "Mein Ziel war es, Golf wirklich für alle Menschen zugänglich zu machen. Wir wollten etwas, dass alle einbezieht, vor allem Kinder. Es gibt überall öffentliche Fußball- oder Basketballplätze, aber Golfplätze sind meistens von Golfern gegründet und erreichen nicht die gesamte Bevölkerung." 

Der Platz, der letzten Sommer gebaut und in diesem Frühjahr bepflanzt wurde, wird für Kinder umsonst sein und es wird gratis Leihschläger geben. Zahlreiche Partner unterstützten das For-Free-Konzept von Rasmussen. Das Land erhielt er von der Kommune kostenlos, Rain Bird steuerte das Bewässerungssystem bei und die Samen kommen von Weibulls. 

Der lange 9 Lochplatz des Clubs weist übrigens auch einige Besonderheiten auf. So kommt der Platz seit 10 Jahren ohne Pestizide aus und hat Schafe, die das Rough in Schach halten. Bei den Grüns wird wiederum nicht gespart, die sind nach USGA Standard und mit einer single-cut Maschine von Hand gemäht. Eine Runde auf dem 9 Lochplatz sind in 1,5 Stunden zu spielen, auch das ist ein Vorteil, denn lange Spielzeiten sind einer der Hauptgründe für Golfer das Spiel aufzugeben.

13. Mai 2013

Der ESC in Malmö - schaut Euch die Stadt und das Land an!

Skåne in Südschweden und mit Malmö als Hauptstadt ist ja das Golfmekka von Schweden. Viele wunderbare Plätze liegen nur eine kurze Fahrtstrecke aus dem Stadtzentrum entfernt. Letzten Sommer hatten wir einige Reiseveranstalter und einen Journalisten zu Gast, der die Region hier sehr schön beschrieben hat.

Vermutlich werden von den vielen Fans, die in dieser Woche nach Malmö zum ESC pilgern, nur sehr wenige Golf spielen. Aber selbst, wenn ihr meine Leidenschaft für Golf nicht teilt, so habe ich doch einen Rat. Schaut Euch Malmö und die Natur in Südschweden genau an. Es ist wunderschön dort. Macht einen Ausflug auf die Halbinsel Falsterbo (gibt natürlich einen Golfplatz dort). Setzt Euch in den Zug und besucht Ystad, die Heimat von Kommissar Wallander. Fahrt ans Meer oder in die Wälder. Es lohnt sich. Das Wetter spielt ja die Tage vermutlich auch mit.

Und falls doch jemand die Golfsschläger dabei hat und spielen will, dann helfe ich gerne weiter. Ich bin 
übrigens von HRS gefragt worden, ob ich auf deren Artikel zu Malmö verlinke. Und da ich selbst ganz gerne bei HRS buche, finde ich das unproblematisch. Wer jetzt noch kein Hotel hat und nach Malmö will, dem empfehle ich also (nicht ganz selbstlos - sondern von HRS gesponsert) deren Hotelsuche: www.hrs.de/hotel/schweden/malmoe/#list.

Viel Spaß beim ESC. Ich werde den, wie schon seit einigen Jahren, nicht mehr schauen. 

Update: Im Jahr 2015 fragt mich HRS, ob ich die Links bitte wieder entfernen kann. So ändern sich die Zeiten bzw. die Wünsche von Google :-)

8. Mai 2013

Bro Hof Slott vor Einigung mit den Behörden

Seit der Eröffnung des Golfplatzes Bro Hof Slott streiten Eigentümer Björn Örås und die Gemeinde Upplands-Bro um Details der Baugenehmigung, es gibt Vorwürfe, dass der Golfplatz zu weit in den See Mälaren hinaus gebaut wurde. Nun scheint aber endlich eine Einigung in Sicht, wie im Newsletter des Clubs und bei golfcoursearchitecture.net berichtet wird. Damit könnte endlich auch die Planung des Hotels auf der Anlage wieder aufgenommen werden.